Liebe Gärtnerinnen und Gärtner vom Spreeacker,
Mit besten Grüßen und auf einen schönen Stadtgarten-Kinoabend 🙂
Mit besten Grüßen und auf einen schönen Stadtgarten-Kinoabend 🙂
SUPPE #2: Donnerstag 18. Februar 2016, 19 Uhr / Spreefeld
Wir laden ein zu Bildvorträgen von Jasmin Sepahzad, Severin Halder und Marco Clausen, einem offenem Austausch und einem gemeinsamen Essen.
Es gibt: Baianische “Moqueca de Banana” (hausgemacht, vegetarisch)
Eine Kooperationsveranstaltung der Nachbarschaftsakademie im Prinzessinnengarten mit Allmende Kontor und Spreefeld
Zeit: Donnerstag, 18. Februar, 19 Uhr
Ort: Spreefeld / Optionsraum Haus 3 /Wilhelmine-Gemberg-Weg 14 (Wegbeschreibung)
Die Veranstaltung ist kostenfrei, über Spenden für das Essen und Raummiete würden wir uns freuen. Die Veranstaltung ist auf Deutsch. Wenn notwendig, richten wir eine englische Flüsterübersetzung ein.
The presentations will be in german. If necessary we will offer a whisper translation
VOM SÜDEN LERNEN: REISEBERICHTE AUS GÄRTEN IN LATEINAMERIKA
Jasmin Sepahzad, Severin Halder und Marco Clausen sind in verschiedenen Gartenprojekten in Berlin aktiv bzw. forschen zum Thema urbane Gärten. In unterschiedlicher Form hatten alle drei Gelegenheit, Garten- und Landwirtschaftsprojekte in Lateinamerika zu besuchen, und sich insbesondere in São Paulo Paulo, Rio, Bogotá und Medellin mit Gärtner*innen und Aktivist*innen auszutauschen. Eingeladen haben wir zudem Ana Alvarenga de Castro. Sie hat in Rio in urbanen Landwirtschaftsprojekten in Favelas gearbeitet und dabei insbesondere die Arbeit von Frauen in der urbanen Landwirtschaft politisch, forschend und praktisch unterstützt.
In einem lockeren Gespräch und bei einem gemeinsamen Essen wollen wir die Eindrücke, die wir auf unseren Reisen gewonnen haben, teilen und eine Reihe von Fragen aufwerfen, die nicht nur die Gärten im globalen Süden betreffen, sondern auch ihre Beziehung zu vergleichbaren Initiativen hier. Unser Interesse richtet sich u.a. auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die möglichen sozialen, ökologischen und bildenden Wirkungen von Gärten, ihren Beitrag zur Ernährungssouveränität und den Zugang, den sie zu gesunden und bezahlbaren Lebensmitteln ermöglichen. Ausgehend von der Frage “Was können wir vom Süden lernen?” soll darüber hinaus Bezug genommen werden auf Ideen, Konzepte und Bewegungen, die ihren Ursprung in Lateinamerika haben bzw. dort stark verwurzelt sind. Dazu gehören beispielsweise die Idee der Ernährungssouveränität, die kleinbäuerliche Bewegung La Via Campesina, das indigene Prinzip des Buen Vivir oder Praxis und Bewegung der Agrarökologie.
HINTERGRUND: URBANE LANDWIRTSCHAFT IM GLOBALEN SÜDEN
In den letzten Jahren sind in Städten wie Berlin, New York, Detroit oder Paris zahlreiche neue urbane Gärten entstanden. Auf Titelseiten und zahlreichen Beiträgen von Zeitungen und Magazine weltweit wurde und wird von einem neuen “Trend” gesprochen, der inzwischen auch in Galerien, Museen und sogar auf den letzten beiden Weltausstellungen zu sehen war. Die Einschätzung, die dieses Phänomen hervorruft, können sehr unterschiedlich sein. KritikerInnen sehen in den Gärten das Neo-Biedermeier einer alternativen Mittelschicht am Werk. Andere Expertinnen und Forschende verstehen sie als Experimentierräumen, in denen auf pragmatische Weise nach Antwortren auf zentrale soziale und ökologische Fragen der Gegenwart gesucht wird. Ein Teil der Initiativen tritt für einen zukunftsfähigen Umgang mit natürlichen Ressourcen ein, für biologische Vielfalt, Partizipation, Solidarität mit der kleinbäuerlichen Landwirtschaft im globalen Süden oder für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft (Siehe dazu auch das von 120 Initiativen unterzeichnete Manifest “Die Stadt ist unser Garten“)
Der Anbau von Nutzpflanzen auf Gemeinschaftsflächen ist dabei keine Erfindung der Gegenwart, und er ist auch keine Erfindung des Westens. Auch hierzulande beziehen sich Gartenprojekte beispielsweise auf die in den 90er Jahren in Kuba entstandene agricultura urbana. Sie hat nach dem Zusammenbruch der UdSSR und dem Versiegen des Zugangs zu billigem Erdöl – der Grundlage einer industrialisierten Landwirtschaft – wesentlich zur Lebensmittelversorgung des sozialistischen Karibikstaates beigetragen. Kuba ist ein Beispiel von vielen. Geschätzt gibt es weltweit 456 Millionen Hektar Ackerflächen in und unmittelbar um Städte (etwa die Größe der Europäischen Union), allein 67 Millionen Hektar befinden sich innerhalb der Stadtgrenzen. Die Welternährungsorganisation schätzt, dass weltweit 800 000 Millionen Menschen in den Anbau von Gemüse und Früchten in Städten eingebunden sind. Vor allem im globalen Süden spielt urbane Landwirtschaft eine zentrale Rolle für die Versorgung mit Nahrungsmitteln. Gleichzeitig steht sie im Spannungsfeld von Prozessen, die sie gleichermaßen hervorrufen wie bedrohen, etwa der Industrialisierung der Landwirtschaft und der Migration aus ländlichen Räumen in urbane Zentren, Verdrängungsprozessen und wachsender Ungleichheit in den Städten sowie Formen lokaler und informeller Selbstorganisation. An den Metropolen Lateinamerikas lassen sich dabei beispielhaft Prozesse beobachten, die auch für den globalen Prozess der Urbanisierung typisch sind und es lassen sich im Kleinen Ansätze ausmachen, die vielleicht auch für die Zukunft der urbanen Landwirtschaft und unserer Städte wegweisend sein könnten.
DIE VORTRAGENDEN
Ana Alvarenga de Castro ist Agrarwissenschaftlerin und hat einen Master in Praktiken nachhaltiger Entwicklung. Sie beschäftigt sich mit der ungleichen Verteilung natürlicher Ressourcen. In Brasilien hat sie sich in der Politik und Praxis alternativer landwirtschaftlicher Methoden engagiert und zum Einfluss großer Unternehmen auf Ernährungssouveränität und Umweltgerechtigkeit gearbeitet. Ihr Interesse gilt dabei insbesondere der Genderungleichheit in Bezug auf Zugang zu natürlichen Ressourcen und der Bedeutung von Bäuerinnen für die Ernährungssouveränität.
Marco Clausen ist Mitbegründer des Prinzessinnengartens und der Nachbarschaftsakademie. Im Herbst 2015 hat er auf Einladung der Goethe-Institute in Bogotá, Salvador de Bahia und São Paulo urbane Gärten besucht, sich mit AktivistInnen ausgetauscht, Vorträge gehalten und Workshops gegeben.
Severin Halder ist Mitbegründer des Allmende-Kontors und Aktionsforscher. Seit 2006 hat er bei längeren und kürzeren Aufenthalten in Brasilien und Kolumbien in Gärten geforscht, gegärtnert und Wissen ausgetauscht.
Jasmin Sepahzad ist Gartenbau- und Biologiestudentin in Berlin und hat auf ihrer letzten Brasilienreise Gärten in São Paulo besucht und die Förderung umweltfreundlichen Verhaltens durch solche Orte untersucht. In ihrem Beitrag erzählt sie davon, was in den kleinen grünen Inseln inmitten des Asphaltdschungels der 20Millionen-Einwohner-Metropole passiert.
SUPPE ist ein unregelmäßiges Veranstaltungsformat, das gemeinsames Essen und Gespräche zu urbaner Landwirtschaft, Ernährungssouveränität, Stadt-Land- sowie Nord-Süd-Beziehungen miteinander verbindet. Bei SUPPE #1 ging es um Food Justice und urbane Landwirtschaft in Detroit; Suppe #3 planen wir zu der Frage Ernährungssouveränität in belagerten Gebieten und Städten Syriens.
Wir sind bei den Workshops in Pankow im BVV Saal vor Ort dabei:
Mehr Infos Protokolle und Präsentationen dankenswerterweise von Mundraub organisiert findet ihr hier: http://mundraub.org/gruppen/essbarer-bezirk-pankow
Für alle die Mundraub noch nicht kennen:
Ihr könnt hier Essbares auf der Mundraub-Karte verlinken. Wichtig dabei vorher genau die Eigentumsverhältnisse der Pflanzen zu klären. Jeder Besucher kann somit ernten und naschen und es verkommt keine ungenutzte Ernte.
Kleines Beispiel: Frau Holle: “Bäumchen schüttle mich”
Bitte lest euch die Regeln auf Mundraub sorgfältig durch:
Stadteilzeitung Ecke Köpenicker Dezember/Januar
Seite 9
Stadtteilzeitung_Ecke_Koepenicker_Dez_2015_Jan_2016
Zudem lassen die Mittel für Grünpflege im Bezirk nur Sparversionen von Grünbereichen zu – falls sich keine Anwohner finden, die hier selbst Hand anlegen. Die gibt es aber definitiv im Umfeld der Genossenschaften, die am Spreeufer aktiv sind, neben der »Spreefeld eG« am Wilhemine-Gemberg- Weg auch die Genossenschaft Rungestraße 20 – und auch darüber hinaus. Eine Besonderheit stellen natürlich auch die Überreste der Berliner Mauer dar, die als Anlagen zur Sicherung der »Flussgrenze« einzigartig sind
und deshalb erhalten werden sollen.
Liebe Spreeackerer, Liebe Nachbarn, Engagierte der Stadtenwicklung,
Der nächste und letzte Workshop zur Spreeuferentwicklung in der Nördlichen Luisenstadt vor der Ausschreibung an ein Planungsbüro, dazu lädt das Bezirksamt Mitte und das Koordinationsbüro.
Am 3. Dezmeber 2015 18.00-20.00, Stadtteilladen „dialog 101“, Köpenicker Straße 101.
Die Leitlinien, die am 3.12. vorgestellt werden und in die Ausschreibung einfließen sollen HIER:
http://forum.luisenstadt-mitte.de/flmimages/info/151126_Leitlinien_Spreeuferentwicklung.pdf
Hier die Infopostkarte zum teilen und Einladen:
http://forum.luisenstadt-mitte.de/flm-images/infopdf/Postkarte_WEB.pdf
aus der Pressemitteilung: https://www.grueneliga-berlin.de/presse/pressemitteilung-28-15/
Breite Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement zur Stadtbegrünung –
Gewinner_innen im Wettbewerb „Urbane Paradiese – unsere grünen Stadträume“ am 20.11.2015 prämiert
In der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wurden die Gewinner_innen des Wettbewerbs der GRÜNEN LIGA Berlin „Urbane Paradiese – unsere grünen Stadträume“ prämiert und mit attraktiven Preisen ausgezeichnet.
3. Platz für den Spreeacker in der Kategorie Öffentliches Grün
und Fotopreis: Prämiert wurden Fotos der Projekte Spreeacker, Pappelallee, Max Pflanzen, Mietergarten Rosi und Menschenskinder Garten. Die Fotos sind auf der Webseite zu sehen. https://picasaweb.google.com/105913451284182161343/UrbaneParadiese2015
Wir sind veröffentlicht in der Broschüre zum Wettbewerb: PDF Download hier: http://www.grueneliga-berlin.de/wp-content/plugins/downloads-manager/upload/Broschuere_Urbane_Paradiese_web.pdf
Eine gute Sache! Plattform für wachsende Stadtnatur.
Verzeichnet euer Projekt,
testet die beta Version. https://beta.gruenanteil.net/
Wir sind dabei: https://beta.gruenanteil.net/locations/de/spreeacker-ev
aus der Presseerklärung:
9. November 2015 / 16:00 Uhr Start: Schillingbücke / Paula-Thiede-Ufer
Hiermit laden wir Sie am 09.11.2015 um 16.00 Uhr recht herzlich zur Enthüllung der offiziellen Denkmalschutzplaketten
an den erhaltenen Elementen der Berliner Mauer in Höhe der Schillingbrücke sowie einer Führung zur Mauer an der Schillingbrücke ein.
Den Anlass dazu bildet die Unterschutzstellung eines 200 Meter langen Ensembles der Berliner Mauer im Januar diesen Jahres
– zur Kenntlichmachung des funktionalen Zusammenhangs – bestehend aus der Hinterlandsicherung (Zaun), einem Postenweg, einem Bootsbunker sowie Anlegestellen für Patrouillenboote.
Dieses Ensemble wird am 9. November 2015 durch Einzelpersonen, Eigentümer und Initiativen
durch das Anbringen der offiziellen Denkmalschutzplaketten kenntlich gemacht.
„Der Wert der vorhandenen Elemente liegt darin, dass hier die spezielle wasserseitige Sicherung der Mauer deutlich wird.
Vor allem sind der Bootsbunker und die Anlegestelle sowie die Hinterlandsicherung die letzten materiellen Zeugnisse für vier Menschen die hier zu Tode kamen.
Es besteht nun die Möglichkeit, dass die vorhandenen Elemente der Mauer in das Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Berliner Mauer des Berliner Senats aufgenommen wird“
so Eberhard Elfert.
Zum Hintergrund:
Während nach 1990 die Berliner Mauer schnell beseitigt wurde, setzte sich im Laufe der Jahre das Bewusstsein ein, dass es sich bei den Sperranlagen der DDR durchaus um Denkmale mit einem historischen Wert handelt. Die führte im Jahre 2006 zur Unterschutzstellung eines Abschnittes von 18 Metern sogenannter Hinterlandmauer in Höhe der Schillingbrücke.
Im Rahmen der Planungen für den zukünftigen Spreeuferweg durch das Bezirksamt Mitte rückten die in diesem Bereich erhaltenen Elemente der Hinterlandsicherung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und wurden Anfang diesen Jahres unter Denkmalschutz gestellt.
Heute wird der Bootsbunker von Projekten zur nachhaltigen Stadtentwicklung genutzt, das Nachbarschafts– Wohn– und Kulturprojekt übernimmt eine Art „soziale Kontrolle“ zum Schutz der historischen Zeugnisse.
Mit freundlichen Grüßen
Eberhard Elfert
there we go! many thx to Eberhard!