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  • wir bauen weiter: Hochbeet-Module (inklusiv)

    07c77cfd-585f-4f3d-b8ad-f2549c0947d1Während der Experimentdays haben wir das erste der neuen Hochbeet-Module fertig bauen können, nun soll es weiter gehen mit 2 weiteren…

    Kommt vorbei! Diese Hochbeete wurden speziell für uns vom ContructLab konzipert.

    Samstag, den 20.05.2017_ab 11:30

    besucht auch unseren Kalender: https://calendar.google.com/calendar/embed?src=dtqcldk7bnuf7h7khvkrpo7mgk@group.Calendar.google.com&ctz=Europe/BERLIN

     


  • EXPERIMENTDAYS 17 meets Spreeacker

    experimentdays17

    Besichtigungen Freitag, den 12. Mai

    17:00 – 20:00
    Spreefeld, Spreeacker, TeePee Land

    id22:Institut für kreative Nachhaltigkeit lädt zusammen mit Partner*innen dazu ein, eine Reihe zugänglicher Wohn-, Nachbarschafts- und Kulturprojekte kennen zu lernen, die sich mit vielfältigen Ansätzen für ein inklusives Leben in der Stadt engagieren. Wir erfahren mehr über verschiedene nachhaltige Initiativen und Projekte, wie den partizipativen Spreeacker Gemeinschaftsgarten, das interkulturelle Teepee Land, und die Spreefeld Genossenschaft.

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    Workshops Sonntag, den 14. Mai

    13.00 – 16.00 Uhr Experimentell Bauen

    Open-air participatory workshop between 13.00 and 16.00 in the afternoon! constructLab W.o.W – workshop on wheels is a big toolbox and a tiny workshop, a mobile structure to encourage sociality and mingling through building and to engage reflections on material availability. With the constructLab architects and designers, a participatory workshop will guide the building of a common structure for the Spreefeld community gardens. Everyone is welcome to come and learn low-tech and low-cost building techniques for open air spaces! At the end of the workshop, we will inaugurate the new structure with a little party – please, bring something to eat and to drink to celebrate together!
    constructLab is a Berlin-based collaborative and international construction practice working on both ephemeral and permanent projects; its team comes from all over Europe and gathers together architects, designers, artists, sociologists, web designer, graphic designer, sociologists.

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    14.00 – 16.00 Wohnprojekte starten

    CLIPS – Community Learning Incubator for Sustainability – Für Gemeinschaftsinitiativen, junge Gemeinschaften und gemeinschaftsbasierte Projekte zwischen 14.00 bis 16.00 Uhr.
    In den letzten zwei Jahren haben erfahrene Gemeinschaftsberater*innen aus 9 europäischen Ländern ein Programm entwickelt, mit dem nachhaltige Gemeinschaften und gemeinschaftsbasierte Projekte erfolgreich aufgebaut werden können. Dabei sind die Erfahrungen aus Jahrzehnten gemeinschaftlichen Lebens und Projektaufbaus eingeflossen – in Synthese mit dem Reichtum verschiedener europäischer Kulturen. Der Workshop vermittelt einen Überblick über das CLIPS-Programm, das neben Workshops und einem Booklet auch eine Website umfasst, die ebenso vorgestellt wird, wie die zentralen Themenfelder des Programms, die für den Aufbau eines gemeinschaftsbasierten Projektes/einer Gemeinschaft relevant sind.


  • Statement zum Garten-Greenwashing von Vattenfall_170413

    Vattenfall eröffnete am 1. April seinen „Gemeinschaftsgarten“ in Berlin – Gartenaktivist*innen protestierten gegen den Greenwashing-Garten

    Anti_Vattenfall Aktion_Poster umgestaltet

    Leider war es kein Aprilscherz: am 1. April 2017 eröffnete Vattenfall feierlich einen Gemeinschaftsgarten vor dem Heizkraftwerk in der Köpenicker Straße. Es herrscht aufgezwungen heitere Aufbruchstimmung. Zahlreiche Vattenfall-Mitarbeiter*innen räumen  auf und legen Beete an. „Pflanz was!“, dazu riefen bereits im letzten Sommer tausende Plakate von Vattenfall auf. Daran scheint zunächst nichts auszusetzen, engagieren sich doch viele Menschen für eine grünere Stadt. Allein in Berlin existieren 120  urbane Gärten: Gemeinschaftsgärten, Nachbarschaftsgärten, Selbsterntegärten, interkulturelle Gärten, Gartenarbeitsschulen.

    Anti_Vattenfall Aktion_Bürgersteig

    Diese Gemeinschaftsgärten sind gut für die biologische Vielfalt, das Mikroklima, das Überleben der Bienen und auch für das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft. Ihre positiven Werte haben sich inzwischen weit rumgesprochen. Leider versuchen Marketingabteilungen unterschiedlichster Konzerne inzwischen immer aggressiver, sich die Bilder und Sprache der Urban Gardening Bewegung anzueignen, um sich ein grünes Image zu geben; auch wenn ihre Produkte und Unternehmenspolitik im krassen Gegensatz zu den sozialen und ökologischen Werten stehen, wie sie in Gemeinschaftsgärten gelebt werden. Nicht selten stehen die Unternehmen, die sich ein grünes Image geben wollen, für Industrialisierung der Landwirtschaft, Wachstumswahn, Klimakatastrophen und ungebremsten Konsum. Die Liste dieser Aneignungsbestrebungen ist inzwischen so illuster wie lang: IKEA, BMW, Aldi …, um nur die bekanntesten zu nennen.  Gegen dieses sogenannte „Greenwashing“ – das ökologische Aufhübschen des Unternehmensimages  –  sowie die  „zunehmende Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raums“ wendet sich auch das Urban Gardening Manifest, das von über 200 Initiativen in ganz Deutschland unterstützt wird.

    Kiezzwiebel_Vattenfall Poster

    Das schamlose Kopieren und Vereinnahmen der urbanen Gärten zu Werbezwecken wirkt zwar auf den ersten Blick ungewollt komisch, aber insbesondere auch die damit verbundenen teuren Kampagnen stellen eine Bedrohung für die urbane Gartenbewegung dar. Die politischen, sozialen und ökologischen Ziele, für die sich Menschen in den Gärten meist ehrenamtlich einsetzen, drohen in den Hintergrund gedrängt zu werden.

    Berliner Gartenaktivist*innen setzten deshalb ein Zeichen gegen die peinliche Gartenaktion von Vattenfall. Eine Gruppe von etwa 20 Gartenaktivist*innen wollte das Bild der  harmonischen Gartenarbeit nicht unkommentiert stehen lassen und hat Schilder wie „Ey Vattenfall, Grünkohle gibt es nicht!“ in die für die Eröffnung bereitgestellten Kameras gehalten. Mit Schwämmen und Bürsten bewaffnet, wurde der Bürgersteig vor dem eingezäunten Garten „grün gewaschen“. „Aber Vattenfall will doch dasselbe wie ihr: Urban Gardening“, stellt eine Besucher*in erstaunt fest. Gelegenheit sich über die Unterschiede zu unterhalten und deutlich zu machen, dass das Engagement für soziale und ökologische Gerechtigkeit mit den Unternehmenspolitik Vattenfalls nichts zu tun hat.

    Mit dem vermeintlichen „Nachbarschaftsgarten“ soll gezielt davon abgelenkt werden, dass das Energieunternehmen zu den größten Umwelt-, Gesundheits- und Klimaschädigern in der Region gehört. Sein Geld hat es nicht zuletzt mit der Verfeuerung von Braunkohle aus der Lausitz verdient, bekanntlich einer der klimaschädlichsten Formen der Energiegewinnung überhaupt. Dagegen hat im letzten Jahr die Kampagne „Ende Gelände“ einen breiten Protest mobilisiert. Nachdem Vattenfall nun sein schmutziges Braunkohlegeschäft an ein als „Energieheuschrecke“ verrufenes Unternehmen weiterverkauft hat, will Vattenfall nun offensichtlich sein Image mit urbanen Gärten aufputzen. Während Vattenfall sich klammheimlich von seinen Altlasten befreit und von dem Neueigentümer kein Einsatz für Klimagerechtigkeit, Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie das Reparieren der Schäden in der Region zu erwarten ist, wird jetzt billige Symbolpolitik betrieben statt, echte Verantwortung zu übernehmen. Wer über Jahrzehnte Millionen mit dem ungebremsten Verfeuern fossiler Energieträger verdient hat und dies auf Kosten des Klimas, der Umwelt und zukünftiger Generationen, der kann sich nicht einfach mit ein paar symbolischen Gärten von dieser Verantwortung reinwaschen.

    Radiobeitrag von FRN:  https://www.freie-radios.net/82531

    Weiterführende Links:

    Urban Gardening Manifest:

    http://urbangardeningmanifest.de/

    Netzwerkseiten von urbanen Gärten

    https://anstiftung.de/

    https://gruenanteil.net/

    http://stadtacker.net/SitePages/Homepage.aspx

    Vattenfall-Garten, Selbstdarstellung:

    http://pflanz-was.vattenfall.de/

    https://www.youtube.com/watch?v=NoI6GpXZjqk

    Urbane Gärten leisten Widerstand gegen Vereinnahmung

    http://www.nachbarschaftsakademie.org/event/urbane-gartenbewegung-immer-diese-widersprueche/

    http://www.allmende-kontor.de/images/allmende/pdf/2016-09-26_Aldi_Statement_des_Allmende-Kontors.pdf

    Ende Gelände

    https://www.ende-gelaende.org/de/

    Gemeinschaftsaktion der Berliner Gemeinschaftsgartenbewegung

    published 13.04.2017

     


  • Wintergartenlabor 6.: Nutzung & Rechtliches mit Claudia, Spreeacker: Trail & Error e.V.

    16729034_1160902087355624_5522059446639414094_nDonnerstag, 9. März 19:00 – 21:00

    • Wintergartenlabor
    • Kulturlabor Trial&Error e.V. 
    • Braunschweigerstr 80, 12055 Berlin 

    Nutzung und Rechtliches: die schöne Welt der Bürokratie, Regeln und Gesetze

    Wintergartenlabor lädt euch ein für das 6.Treffen mit Thema “Nutzung und Rechtliches: die schöne Welt der Bürokratie, Regeln und Gesetze”

    An der Spree mitten im Herzen von Berlin ist seit 2011 mit Hilfe der Spreefeld eG und vieler Initiativen und kreativer Menschen ein Ort entstanden, an dem Projekte nachhaltige Stadtentwicklung ein Zuhause gefunden haben. Der Spreeacker ist ein durch seine Geschichtsein Ambiente und seine prozesshafte Entwicklung geprägter Ort, der fruchtbar sein, wachsen und gedeihen soll. So wird nun als kommendes Projekt auf der Ebene der “essbare Landschaften”, über eine mit dem Straßen- und Grünflächenamt Berlin Mitte ausgehandelte Nutzungs- und Pflegevereinbarung im Herbst 2017 ein Waldgarten auf einer öffentlichen Fläche als Straßenbegleitgrün angelegt. Als Vorstandsmitglied des seit 2014 existierenden Vereins kann euch Claudia einiges zum Thema näher bringen.

    Jede Fläche gehört irgendjemanden. Gemeinschaftsgärten haben bis heute keinen nutzungsrechtlichen anerkannten Status. Das bedeutet für viele von ihnen, sie befinden sich in einer Zwischennutzung. Welche Formen und Möglichkeiten gibt es noch? Wo kann mit wem zu welchen Bedingungen kooperiert werden, um als Gartenprojekt langfristig zu wachsen und gedeihen?

    https://www.facebook.com/events/1108311855961048/


  • Kleine Erinnerung: Einladung_Frühlingsaktion zum 1. April 2017

    Hallo liebe Freunde des Grünen,

    Langsam wird’s etwas gemütlicher draußen und deswegen starten wir einen Frühlings-Subbotnik auf dem Spreefeld/Spreeacker Gelände. Zusammen mit dem Spreefeld und dem Teepee Land wollen wir das Gelände wieder fit für die Blütezeit machen!

    Am Samstag, den 1. April 2017, wie immer ca. 10-17.00 Uhr.

    Spreeackermap 1702-klein

    Saatguttauschbörse, bringt mit, was ihr an Saatgut übrig habt und tauschen wollt

    Gemeinschaftsgartenfläche aufräumen und fit machen

    Kompost umgraben und zweite Miete anlegen…..

    Wir freuen uns über rege Teilnahme.

    Grüne Grüße 

    Euer Spreeacker

     

     


  • Spreeacker Treffen Februar

    Einladung_SpreeackerFebruarTreffen 2017_PDF

    Liebe Freunde und Mitglieder des Spreeackers,

    Wir wollen uns mit euch treffen am 18.02._15:00, um gemeinsam mit euch in einige Planungen bzw. Realisierungen  einzusteigen und zu schauen wie geht es weiter mit folgenden Themen:

    Waldgarten und Gemeinschaftsgarten

    Patenschaften und Pflege

    Karten und Pläne

    Veranstaltungen und gemeinsame Aktionen

    Ressourcen, Interessen, Aufgabenverteilung

    Rückkopplung, was liegt euch auf dem Herzen, was sind eure Ideen und Wünsche für 2017 und darüber hinaus.

    Wir freuen uns auf euch un die kommende Saison!

    Euer Spreeacker Vorstand 

    Michael, Robin und Claudia


  • Spreeacker im i-share Atlas

    Der Spreeacker ist in sehr vielen Karten und Plattformen zu vielen verschiedenen Themenfeldern verzeichnet. Auch ihr könnt für euch und euer Projekt je nach eurem Profil überlegen, diese Form der Außenkommunikation und Vernetzung zu nutzen. Hier einige Beispiele:

    gartenkarte berlin 2. Auflage folgt

    mundraub

    torffrei gärtnern vom NABU

    grünanteil

    statdacker.net

    anstiftung und ertomis

    berlin finder urban gardening

    transformap Die Mutter aller Karten, im Aufbau

    Aber über diese Anfrage freue ich mich sehr. i-share-economy

    Im Rahmen eines Forschungsprojektes:

    Welchen Beitrag leisten Geschäftsmodelle der Sharing Economy zum nachhaltigen Wirtschaften in Deutschland? Dieser Frage möchten wir im Rahmen einer Forschungsplattform unter Beteiligung von Organisationen der Sharing Economy durch eine systematische Analyse verschiedener Modelle und durch eine großzahlige Erhebung nachgehen. http://www.i-share-economy.org/ 

     


  • Spreeacker Rückblick 2016

    Hier findet ihr eine kleine Slideshow des Spreeacker-Jahres 2016:

    Das war 2016!

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  • Forderungen Berliner Gemeinschaftsgärten für die Koalitionsverhandlungen in Berlin

    Aus Anlass der Koalitionsverhandlungen in Berlin haben einige Gartenaktivist*innen die Wahlkampfprogramme einer möglichen rot-rot-grünen Regierungskoalition zum Grün in der Stadt gelesen und Ideen formuliert, wie diese in die Tat umgesetzt werden können.

    Berlin hat gewählt, und auch in diesem Wahlkampf waren immer wieder Bilder vom Gärtnern in der Stadt zu sehen, wurden urbane Gartenaktivist*innen auf Plakaten explizit als Stadtentwickler*innen bezeichnet und in den Wahlprogrammen der verschiedenen Parteien ist die Förderung urbaner Gärten angekündigt.
    Wir, ein Zusammenschluss Berliner Garteninitiativen und Gemeinschaftsgartenprojekte aus Berlin, wenden uns mit den hier dargestellten Positionen und Forderungen im Zuge der noch laufenden Koalitionsverhandlungen an Sie. Wir begrüßen es sehr, dass die Partner*innen einer möglichen rot-rot-grünen Koalition sich in der Wahrnehmung der vielfältigen Bedeutung von Grün in der Stadt, explizit auch dem durch Gemeinschaftsgärten geschaffenen und erhaltenen Grün weitgehend einig zu sein scheinen.

    Die SPD spricht in ihrem Wahlprogramm von der „enormen Attraktivität, Anziehungskraft und internationaler Beliebtheit“ Berlins und führt diese auch auf das Grün in der Stadt zurück. Sie spricht sich für eine intakte urbane Umwelt, für den Erhalt der für Berlin charakteristischen „grünen Elemente“, für den Schutz der städtischen Natur und der hohen Biodiversität und für die Erschließung und Entwicklung des öffentlichen Raums als Ort mit neuer Lebens- und Nutzungsqualität aus. Die wachsende „Metropole“ soll dem Leitbilder der nachhaltigen, grünen sowie der weltoffenen, europäischen, urbanen und solidarischen Stadt folgen. Die SPD versichert, sie unterstütze „die Initiativen des Urban Gardening. Berlinerinnen und Berliner lieben das Grün in ihrer Stadt. Sie bringen sich durch ihr ehrenamtliches Engagement direkt vor Ort ein, um das Straßenbild vor ihrer Haustür zu verschönern.“

    DIE LINKE fordert einen Stadtentwicklungsplan Grün: „Er soll als »Grüner Masterplan« Bereiche wie Grün und Parkanlagen, Grünzüge und Landschaftsparks, Wald, Schutzgebiete, Friedhöfe, Kleingärten und Urbanes Gärtnern sowie Straßenbäume umfassen. Die Entwicklung des Stadtgrüns soll durch Förderprogramme unterstützt und finanziell gesichert werden. Parks und Grünflächen sollen geschützt und mit ihren stadtklimatischen und sozialen Funktionen weiterentwickelt, anstatt bebaut werden. Für den notwendigen Wohnungsbau sollen stattdessen die zahlreich in der Stadt vorhandenen untergenutzten Flächen aktiviert und dabei ein regionaler Ansatz verfolgt werden […]. Wo wohnortnahe Grünflächen fehlen, sind durch Ankauf oder Umnutzung von Flächen neue Grünflächen zu schaffen.“

    Die Grünen wollen sich für „grüne Freiräume“ einsetzen: „Berlin ist eine grüne Stadt. Doch sie ist nicht überall gleich grün. Gerade in der Innenstadt fehlen in vielen Kiezen Parks und Grünflächen. Dort, wo bisher Beton, Asphalt und Brachflächen dominieren, wollen wir für alle zugängliche „grüne Oasen“ entstehen lassen. Dabei soll gemeinschaftliche Gestaltung mehr Raum erhalten – von der begrünten Baumscheibe über experimentelle Freiräume und grün gestaltete Spielstraßen bis hin zu Kleingärten, die sich in die Kieze öffnen. Zusammen mit den Grünflächenämtern entwickeln wir naturnahe Pflegekonzepte und unterstützen Projekte für die Beteiligung der Bürger*innen an der Entwicklung und Pflege „ihrer“ Grünflächen. Wir wollen urbanes Gärtnern in der gesamten Stadt fördern und Berlin zusammen mit den Bezirken zur „Essbaren Stadt“ machen. Dies schließt bessere Bedingungen für die Wildbienen, Honigbienen, Hummeln & Co. – etwa durch Wildblumenwiesen und mehr Aufstellplätze für Bienenvölker – ebenso ein wie die Unterstützung von Kita- und Schulgärten. Grünzüge, die die Stadt gliedern, den Weg zu Seen, Wäldern und Naherholungsgebieten weisen und frische Luft durch die Stadt leiten, wollen wir schützen und weiterentwickeln. Berlin braucht grüne Freiräume, wenn die Lebensqualität erhalten bleiben soll. Dazu gehört auch ein verlässlicher Umgang mit Kleingärten, sowie der Ankauf der Flächen, die für zusätzliche Grünflächen benötigt werden. Für die notwendige Grünpflege ist eine bessere finanzielle Ausstattung der Bezirke dringend erforderlich.

    Diese von Ihnen aufgeführten Vorhaben lassen in uns einige erfreuliche und auch nötige Fortschritte erhoffen. Denn die vielfältigen ökologischen, sozialen und kulturellen Funktionen urbaner Gärten werden zwar immer wieder auch von Seiten der Politik herausgestellt, doch bislang ist diese Anerkennung meist nur symbolischer Natur. Woran es fehlt, ist, dieser Anerkennung durch ein klares politisches Bekenntnis und verbindlichen, nachhaltigen Unterstützungsstrukturen gerecht zu werden. Im Zentrum dessen sollte stehen, Gemeinschaftsgärten als öffentlich zugängliche, inklusive grüne Freiräume als feste Bestandteile der Berliner Stadtlandschaft zu schützen und deren Erhalt und Entwicklung konkret zu unterstützen. Umso wichtiger ist dies, da unter dem allgegenwärtigen Vorzeichen der wachsenden Stadt, öffentliche Freiräume zunehmend bedroht sind, deren Zugänglichkeit sozialräumlich ungleich verteilt ist oder sie schlicht verschwinden.

    Bereits 2014 haben bundesweit über 140 Initiativen in dem Manifest „Die Stadt ist unser Garten“ gemäß ihrem Selbstverständnis die Forderung an Politik und Stadtplanung formuliert:

    „die Bedeutung von Gemeinschaftsgärten anzuerkennen, ihre Position zu stärken, sie ins Bau- und Planungsrecht zu integrieren und einen Paradigmenwechsel hin zu einer ‘gartengerechten‘ Stadt einzuleiten. So wie in der ‘autogerechten‘ Stadt alle das Recht auf einen Parkplatz hatten, sollte in der gartengerechten Stadt allen ein fußläufiger Zugang zur Stadtnatur garantiert werden.“

    International haben inzwischen viele Städte vorgemacht, wie grüne urbane Freiräume durch die gezielte Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements nachhaltig für Stadtraum und -gesellschaft erhalten werden und damit auch Nachbarschaften stabilisiert und Anliegen der Umweltgerechtigkeit umgesetzt werden können. Auch Berlin kann auf einzelne erfolgreiche Projekte der Zusammenarbeit von Politik und Garteninitiativen verweisen, wie zum Beispiel die Integration von Klein- und Gemeinschaftsgärten im
    Gleisdreieckpark oder die gärtnerischen Pioniernutzungen auf dem Tempelhofer Feld. Doch es ist an der Zeit, von Pionierprojekten hin zu einer breitenwirksamen verbindlichen Planung überzugehen und urbane Gemeinschaftsgärten als Gemeingüter, als Teil der Daseinsvorsorge und der grünen Infrastruktur dieser Stadt zu begreifen und sie dauerhaft zum Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung zu machen.

    So sehr wir die Einbindung von Themen der urbanen Landwirtschaft und urbaner Gärten in die Internationale Gartenbauausstellung zu schätzen wissen, das Engagement der Stadt für neues urbanes Grün sollte sich nicht auf temporäre Leuchtturmprojekte beschränken. Die IGA sollte und kann weit über ihre Veranstaltungszeit hinaus Weichen stellen und Spuren in Berlin und darüber hinaus für den Erhalt und die Entwicklung urbaner grüner Freiräume hinterlassen.
    Wir fordern Sie daher auf und bekräftigen Sie im Rahmen der laufenden Koalitionsverhandlungen Ihren angekündigten Vorhaben Taten folgen zu lassen. Die IGA von 2017 muss ergänzt werden um einen Stadtentwicklungsplan: Neues urbanes Grün. Dieser sollte zum Gegenstand haben:

    • Den bestehenden urbanen Gemeinschaftsgärten sowie Projekten der urbanen Landwirtschaft wird ein dauerhafter Bestandsschutz verbindlich angeboten.
    • Als Teil der Daseinsvorsorge und der grünen Infrastruktur werden urbane Gemeinschaftsgärten von
      Miet-/Pacht oder Nutzungsentgeltzahlungen ausgenommen.
    • Kooperativ handeln Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft Regeln für die Nutzung solcher grünen
      „Gemeingüter“ aus. Neben der öffentlichen Zugänglichkeit, werden Gemeinwohl orientierte Funktionen für Integration, Bildung, ökologische Vielfalt, grüne Infrastruktur, Klimaanpassung, Umweltgerechtigkeit und Gesundheitsvorsorge verbindlich festgelegt.
    • Die Stadt Berlin legt in Zusammenarbeit mit den Bezirken ein Programm zur regelhaften Implementierung und Förderung von Gemeinschaftsgärten auf. Dadurch wird neben der Sicherung der bestehenden der Aufbau von 100 zusätzlichen gemeinschaftlichen Gartenprojekten im ganzen Stadtgebiet ermöglicht. Geeignete Flächen sind dafür auszuweisen. Für den Aufbau der Gärten wird lokalen Initiativen eine Anfangsfinanzierung zur Verfügung gestellt sowie die Übernahme von Betriebskosten gesichert. Die ausgehandelten Regeln sind Basis der kooperativen Nutzungsvereinbarungen. Stadteigene Gesellschaften wie die Grün Berlin GmbH, die BIM GmbH sowie kommunale Wohnungsbaugesellschaften sind bei an der Umsetzung des Programms einzubeziehen.
    • Gemeinschaftsgärten werden als Teile der grünen Infrastruktur verbindlich in der Planung sowie in der neuen Berliner Liegenschaftspolitik berücksichtigt.

    Desweiteren möchten wir daran erinnern, dass das Land Berlin gemäß dem Gesetz zum Erhalt des Tempelhofer Feldes (§ 4 durchzuführende Maßnahmen) dazu verpflichtet ist, für die Anlage von „Allmende Gärten“ im Äußeren Wiesenring Sorge zu tragen. Das bedeutet, dass zum einen die Grün Berlin GmbH damit zu beauftragen ist, die entsprechende Infrastruktur und vertragliche Verankerung zur Umsetzung der Allmende-Gärten einzurichten. Zum anderen bedarf es einer konkreten Unterstützung für den Aufbau und die Entwicklung der Allmende-Gärten und für das Engagement der hierbei aktiven Menschen und Initiativen. Das in den vielen Gemeinschaftsgärten und Initiativen zum Gärtnern in der Stadt erworbene Erfahrungswissen bezüglich des Aufbaus und Erhalts von Gemeinschaftsgärten sollte dabei unbedingt Berücksichtigung finden. Die Stadt Berlin hat jetzt die Chance, eine echte Vorreiterin für neue Formen der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft für neues urbanes Grün zu werden und so dem viel zitierten Image der „Hauptstadt der Gemeinschaftsgärten“ auch inhaltlich, strategisch und in der Umsetzung gerecht zu werden. Für eine ernst gemeinte kooperative nachhaltige Entwicklung, Erprobung und Umsetzung entsprechender Konzepte bringen wir unser Wissen, unsere langjährige Praxiserfahrung, unsere Kontakte und unser Engagement gern ein.

    Unterzeichner*innen

    Miren Artola, stadtacker.net, workstation Ideenwerkstatt Berlin e.V.
    Marco Clausen, Prinzessinnengärten/Nachbarschaftsakademie
    Severin Halder, Allmende Kontor
    Claudia Hirtmann, Spreeacker
    Gemeinschaftsgarten Prachttomate
    Kerstin Stelmacher, Kiezgarten, Allmende-Kontor-Vernetzungsstelle

    Berlin, den 20. Oktober 2016

    PDF Download . archiv.org


  • Herbst-Subbotnik 1.& 2. Oktober

    oktober-subbotnik

     

    Wir laden euch ein im Oktober zusammen mit der Genossenschaft und dem Spreeacker dem Herbstsubbotnik beizuwohnen:

    wir haben einiges auf  unserer Liste:
    -Kompost bauen
    -Unkraut jäten
    -Gehölzschnitt
    -Gartencontainer aufräumen
    -ernten
    -Rosen umsetzen
    -uvm.

    kommt vorbei macht mit oder schaut einfach nur vorbei !