2020. Die Geschichte der kommunalen Gartenbauverwaltung Berlin begann am 1. Juli 1870 mit der Ernennung von Gustav Meyer vom königliche Hofgärtner zum ersten städtischen Gartendirektor Berlins. Inzwischen gibt es nicht nur die “von oben” geplanten und gepflegten Anlagen, sondern eine Landschaft “von unten” bzw. aus der Zivilgesellschaft, selbstorganisierten Gärten. Wir freuen uns sehr Teil dieser Berliner Bewegung zu sein!
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Stellungnahme zum Bebauungsplan I-32aa. Holzufer. Spreeacker eV. 2020.
unsere Stellungnahme zum Bebauungsplan I-32aa.
Als “Holzufer” wird des Spreeufer zwischen Paula-Thiede-Ufer und Michaelkirchstraße bezeichnet.
Im Spreeacker e.V. haben sich Anwohner des Spreeufers in Mitte am Spreeufer Interessierte organisiert, um eine am Gemeinwohl orientierte Entwicklung des öffentlichen Spreeufers mitzugestalten.
Wir beziehen uns im Folgenden auf den Spreeufer-Bereich zwischen Paula-Thiede-Ufer und Michaelkirchstraße. Hier haben sich in den letzten Jahren mehrere Bürgerinitiativen mit kulturellen und ökologischen Interessen engagiert. Zu nennen sind: das Teepee-Land mit gut besuchtem und regelmäßigem Kulturangebot sowie der Spreeacker mit Urban-Gardening-Projekten aus dem der Spreeacker e.V. hervorgegangen ist. Der Waldgarten in der Wilhelmine-Gemberg-Weg, bereits in Absprache mit dem BA Mitte sowie der Spreefeld eG, ist in Eigenarbeit für die Öffentlichkeit angelegt. Der Spreefeld eG ist selbstverständlich seit 2011 mit der Gestaltung und der Pflege des Uferwegs beteiligt.Wie schon 2015 im Sanierungsgebiet in den Beteiligungsworkshops festgehalten,
sind Bestandsinitiativen, z.B. Teepee Land, Spreeacker und Spreefeld mit den Gartenprojekten, zu erhalten. Im Entwicklungskonzept Uferweg sind solchen Freiräumen als Optionsflächen verstanden. Zukünftige Planungen, auch einen möglichen Wettbewerb, haben solchen Optionsflächen zu schützen.
Pflege- und Nutzungsvereinbarungen sind zu gestalten, wie mit dem Waldgarten in der Wilhelmine-Gemberg-Weg.Spreefeld und Spreeacker möchten in Kooperation mit Nachbarn, mit der Koordination des Sanierungsgebiets sowie mit der Bezirksverwaltung den Uferweg als Modellprojekt “Waldgärten als langfristige, multifunktionale Flächennutzung im urbanen Raum” weiterentwickeln.
Grünfläche im Uferbereich sollte mindestens 50% ausmachen, im verhältnis zum verdichteten, eben nicht grünen Weg.
Kein “Standard-Wettbewerb” für den Uferweg, sondern einen dialogischen Verfahren, wodurch Anwohner mit lokalen Initiativen und Experten (wie Gruppe F) Lösungen gemeinsam entwickeln.
Wir fordern folgende Punkte in dem Bebaungsplan (I-32aa) mit aufzunehmen, bzw. zu berücksichtigen:
- Pflegepatenschaften und Nutzungs- und Pflegevereinbarungen – auch durch festgelegten “Optionsflächen” für Spreeacker e.V., Spreefeld und Teepee Land: aufbauend und lernend vom Prototyp Waldgarten in der Wilhelmine-Gemberg-Weg
- Festlegung der Bestandssicherung von etablierten Initiativen (Teepee-Land, Spreeacker, Spreefeld)
- Förderung essbaren und produktiven Landschaften, wie Waldgärten
- Erweiterung der vorhandenen öffentlichen Grünflächenbereiche
- Wahrung des Umweltschutzes und Baumschutz für alle größeren, bestehenden Bäumen
- Uferweg mit Vorrang für Fußgänger
- befestigter Weg mit 2-3 Meter Breite, aber keine Bodenversiegelung durch Asphalt
- geschlängelte Wegeführung
- KEINE öffentliche Straße bis zur Eisfabrik (nur Rettungsfahrzeuge)
- Wahrung des Denkmalschutzes im Bereich Mauerreste und Bootshaus
Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Michael LaFond
Ellen Sartor
für den Spreeacker eVNeues vom Spreeacker
Mehrere kleine Projekte haben wir uns für dieses Jahr 2020 für die Weiterentwicklung unserer Gärten ausgedacht:
Kräuterspirale/Steingarten:
Unsere Kräuterspirale/Steingarten ist fertig ! Oliver hat fleißig Steine geschichtet und Erde angefahren. In einer Frühjahrspflanzaktion haben wir nun viele neue Kräuter und Heilpflanzen. Danke an Oliver !
Schilder:
Wie Ihr sicherlich schon bemerkt habt, wächst insgesamt im Spreeacker Waldgarten eine große Pflanzenvielfalt: über 80 verschiedene produktive Pflanzen !Da dies ja eine essbare Landschaft ist, möchten wir noch mehr Schilder an den Pflanzen anbringen, um uns/Euch zu zeigen, welche Pflanzen essbar sind. Oder fragt und lasst Euch Pflanzen zeigen, wenn Ihr Menschen mit Küchenschere und Schüssel durch den Waldgarten krauchen seht.
Schaut Euch um und erntet, wenn Ihr essbare Pflanzen findet. Demnächst wird es sehr viele Beeren geben. Bitte seid aber trotzdem vorsichtig und erntet nur, was Ihr auch kennt. Denn auf so einer großen Fläche kann es trotz Pflege auch sein, dass sich nicht-essbare oder giftige Pflanzen dort von alleine hinsäen.
Pflanzenplan:
Zum weiteren Verständnis der Grün- und Freiraum-Flächen auf dem Spreefeld und Spreeacker haben wir mehrere Pflanzenpläne erstellt und aufgehängt. Auch dort könnt Ihr nach essbaren Pflanzen Ausschau halten. Oder umgekehrt: wenn Euch Pflanzen auffallen, im Plan nachschauen und heraus finden, was es sein könnte.
MILPA:
Wir haben eine kleine Versuchsfläche für ein Milpa-Projekt in Zusammenarbeit mit SlowFoodYouth Berlin: dabei wachsen Kletterbohne, Mais und Kürbis in einer Pflanzgemeinschaft auf einem Beet. Wir sind sehr gespannt; die ersten Mais- und Kürbisblätter schauen schon aus der Erde.
Hochbeete:
Wir haben von der OMA ggmbh viele Hochbeete ausgeliehen bekommen, die unser Umfeld grüner machen. Danke ! Wenn Ihr Zeit habt: alle Pflanzen freuen sich über eine Gießkanne Wasser.
Also, Ihr seht, der Spreeacker wächst und gedeiht ! Kommt vorbei, gärtnert und erntet und genießt das Fleckchen Grün in der Stadt.
Wir freuen uns auf den Sommer mit Euch.
Großer Pflanztag am Sonntag, 29.9.19, 14 -18 Uhr
Am Sonntag wird auf der Waldgartenfläche wieder gepflanzt: wir konnten einige wunderbare Pflanzen erstehen: Mispeln, nordische Feigen, Brombeeren, Klerreerdbeeren, Honigbeeren und weiteres. Interessante, alte Sorten ! Kommt am Sonntag vorbei: 14 – 18 Uhr im Waldgarten, Wilhelmine-Gemberg Weg 12. Neben dem Pflanzen können noch weitere Gabionen gebaut werden, und wir beschäftigen uns mit dem Kompost.
Veranstaltung im Rahmen von Fridays for Future, Aktionswoche
Am Dienstag, 24.9.19 ist im Rahmen der Klima-Aktionswoche von Fridays for Future der Thementag Landwirtschaft und Ernährung.
Dazu laden wir von 14 – 17 Uhr zum Informieren und Gärtnern auf unsere Waldgartenfläche ein:
Gesprächsrunde mit Urban-farming-aktivistin Jessie Banhazl
Jessie Banhazl kommt zu uns !!!
Am Sonntag, den 15.9.19 um 15 Uhr findet im Optionsraum 3 in der Spreefeld eG. eine Gesprächsrunde mit ihr statt.Jessie Banhazl ist die Gründerin und Hauptgeschäftsführerin von Green City Growers (GCG), einem Urban-Farming-Unternehmen im Raum Boston, USA. Jessies Ziel ist die Etablierung einer jährlichen Urban Farming-Konferenz, um eine internationale Plattform für den Informationsaustausch und Networking zu schaffen. In 11 Jahren hat sich GCG zu einem der führenden städtischen Landwirtschaftsunternehmen in den USA entwickelt. GCG spezialisiert sich auf die Installation von Hochbeetgärten und Dachfarmen, z.B. in Büros, Schulen, Wohnungen und Restaurants. GCG beschäftigt derzeit 20 Mitarbeiter und ist eine Benefit Corporation. GCG engagiert sich auch auf politischer Ebene und war an der Schaffung von Gesetzesänderungen auf lokaler und bundesstaatlicher Ebene involviert, um die Praktiken der städtischen Landwirtschaft zu fördern.
Wir laden Euch herzlich ein zu diesem sicherlich sehr interessanten Treffen. Sprache bei der Runde wird Englisch sein.
Sunday Garden Actions
Hello Garden Friends and Spreeacker Partners,
We welcome you this Sunday, and every Sunday in our Food Forest and other gardens at the Spreefeld, Wilhelmine-Gemberg-Weg 10-14, after 4pm. We are collectively working on the future of urban farming in Berlin!
Contact us! Come over, exchange with us and do some gardening!
Gartensaison fängt an
Der Frühling naht. Dieses Jahr können wir auf unserer Waldgartenfläche so richtig los legen. Die Fläche ist vorbereitet, alle größeren Bäume stehen.
Unsere erste größere Gartenaktion wird sein am 7.4.2019 von 10 – 17 Uhr.
Wir wollen die Gabionen weiter bauen, den Weg verbessern und Pflanzen in die Erde bringen. Dann wollen wir eine regelmäßige Gartenzeit am Sonntagnachmittag einrichten, wo wi uns treffen, austauschen und gemeinsam gärtern können. Kommt alle vorbei !
Gartentage
Der heiße Sommer neigt sich dem Ende und wir können mit der Gartengestaltung weitermachen. Danke an alle, die in den heißen Sommermonaten so fleißig bewässert haben!
Bei unseren nächsten Gartentagen haben wir viel vor:
– Im Frühling konnten wir durch die Bauverzögerungen nicht mehr alle geplanten Büsche in die Erde bringen. Das möchten wir nachholen.
– der Weg kann weitergebaut werden
– eine Info-Tafel soll aufgestellt werden
– Als Schutz vor Hunden möchten wir mit dem Bau einer niedrigen, bepflanzbaren Mauer aus Gabionen (befüllbare Drahtkörbe) beginnen. Für die Begrünung oder Gestaltung gibt es viele Ideen: Steingarten mit Pflanzen, nur Steine, Beete mit Pflanzmatten, Insektenhotels, Sitzgelegenheiten.Und wir möchten eine Mahlzeit aus unserer Ernte kochen: zum Abschluss des Gartenwochenendes gibt es Spaghetti mit selbstgeerntetem Pesto für alle.
Garten – Termine sind:
Samstag, den 29.9. und
Sonntag, den 30.9. jeweils von 12–16 Uhr
auf der Waldgartenfläche im Wilhelmine-Gemberg-Weg, vor Haus 12.Seid willkommen !
Buchvorstellung “Gemeinsam die Hände dreckig machen”
proudly presents: das Buch zur Dissertation http://www.dreckigehaende.de/vorgestellt von Severin Halder im Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor
mit dem Netzwerk Urban Gärten BerlinEs wird wieder ein Schwung Berliner Gartenkarten verteilt.




