Archiv des Autors: Claudia Hirtmann

Netzwerk Urbane Gärten Berlin | Treffen am 27.01.18 | Programm

Liebe Netzwerker*innen,

heute schicken wir euch Infos & das Programm für unser Treffen am kommenden Samstag.

Danke allen, die gestern für die Agrarwende auf der Strasse waren!

Herzlich & bis Samstag,

eure AG Netzwerktreffen

Netzwerk Urbane Gärten Berlin

 

N E T Z W E R K T R E F F E N  27.01.2018 | Beginn 13.00 Uhr | offenes Ende ab ca. 17.00 Uhr

Ableger | Oranienstrasse 46 | 10969 Berlin

PROGRAMM

hallo!

Themenblock 1: Feedback & Rückschau

_ Kundgebung am 18.11.2017 & Wir haben es satt-Demo am 20.01.2018

_ Auswertung Feedback vergangenes Netzwerktreffen

_ Bericht der AGs

Themenblock 2: Gärtnern ist politisch

Dieser Themenblock steht im Kontext der Frage nach unserem eigenen Selbstverständnis als Netzwerk und im Kontext des Antrags im Abgeordneten Haus “Urban Gardening in der Stadt verwurzeln” der Fraktionen SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen vom 17.11.2017.

Wir wollen gemeinsam mit euch erörtern:

_ warum Gärtnern in der Stadt politisch ist.

_ welche Rolle ein Netzwerk von Gartenakivist*innen dabei spielt.

_ wie wir uns gegenüber der Berliner Stadtpolitik positionieren [auch im Kontext des erwähnten Antrages].

Für einen leichten Einstieg in das Thema wird es einen Input geben. Anschließend wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren, Inhalte erarbeiten und nächste Schritte planen.

Zur Einstimmung hier ein paar Links:

Urban Gardening Manifest

_ Buch: Urban Gardening. Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt

[Interessantes auch auf dem Blog der Seite!]

_ Buch: Umkämpftes Grün. Zwischen neoliberaler Stadtentwicklung und Stadtgestaltung von unten

[die verlinkte Rezension gibt einen guten Überblick zum Themenkomplex]

_ Video: Clip zum Gärtnern in der Stadt [BR]

[“… weil man aus der Stadt einen besseren Ort machen will. Und zwar einen besseren Ort für alle”, Christa Müller im Video]

Antrag “Urban Gardening in der Stadt verwurzeln”

Themenblock 3: Kaffee | Kleingebäck | Klönen

Bei den letzten Treffen war wenig Raum für Austausch, dieses mal haben wir dafür mehr Zeit eingeplant.

Wir freuen uns auf euch!

NETZWERK URBANE GÄRTEN BERLIN | NETWORK URBAN GARDENING BERLIN

 

Wintergartenlabor #1 Out of the bubble – urban gardening

verschoben auf den 21.12.2017

Urbanes Gärtnern – ein luxuriöses Hobby für eine kleine geschlossene Gruppe oder eine Bewegung, angetrieben aus der Gemeinschaft?

Urbanes Gärtnern – Antwort auf den Klimawandel, grüne Lunge der Stadt, Platz der Inklusion und interkultureller Prozesse, Gartentherapie. Entwickelt als Graswurzelbewegung, gepflegt von Nachbarschaften, urbane Gärten wirken wie Geheimbünde hinter Zäunen, zusammengenagelt aus Holzresten und übrig gebliebenen Paletten.

Ist Urbanes Gärtnern eine Welt innerhalb der Nachhaltigkeitsblase? Wer sind die Gärtner, wer verbirgt sich hinter den Zäunen und warum?

Diese und andere Fragen werden in offenen Diskussionsrunden beim ersten Urban Gardening Treffen WINTERGARTENLABOR am 21. Dezember von 19 – 21 Uhr im Kulturlabor Trial&Error e.V., Braunschweigerstraße 80 gestellt.

Jeder ist eingeladen – Nachbarn und Politiker, erfahrene Gartenaktivisten und Balkongärtner, Umweltbewusste und Neugierige! Mitzubringen – Knabberzeug und 3-5 Euro Soli-Spende.

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WINTERGARTENLABOR – informative und partizipative Abende für offene Diskussionen, Austausch in Nachbarschaft um die Themen urbaner Gartenbau, öffentlicher Raum, bewusster Umgang mit Ressourcen und nachhaltige Praktiken in Stadt.

Eine saisonale Initiative von “Gartenlabor – Ein Ort Für Alle!” Projekt um urbanes Gartenbau, unterstützt von Kulturlabor Trial&Error e. V.

GARTENLABOR – ein Ort für alle – ist ein Projekt im öffentlichen Raum, ein Ort im Wandlungspozess. Seit Juni 2015 fördert das Gartenlabor im Richardkiez, Berlin Neukölln einen Treffpunkt für alle aus der Nachbarschaft um öffentlichen Raum wiederzugewinnen, um eigenes Essen anzubauen, um mit Wissen, Fähigkeiten und Kontakten auszutauschen. Wie – lass uns mal das gemeinsam entscheiden und schaffen!

Gartenlabor ist Teil des Projektes Recyclingbotschaft in Richardkiez. Das Projekt wird von Kulturlabor Trial&Error e.V. mit freundlicher Unterstützung vom Quartiersmanagement Richardplatz Süd umgesetzt. Gefördert wird es durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen des Programms “Zukunftsinitiative Stadtteil II”, Teilprogramm “Soziale Stadt”.

Kundgebung & PRESSEMITTEILUNG_Grüne Freiräume erhalten_Netzwerk Urbane Gärten Berlin

Netzwerk Urbane Gärten Berlin & Gemeinschaftsgarten Prachttomate

P R E S S E M I T T E I L U N G                        12.11.2017

Berliner Gärten kämpfen für Erhalt grüner Freiräume

Die Urbanen Gärten Berlins zeigen gemeinsam Flagge.* Bis zum 15.11.2017 muss der Neuköllner Gemeinschaftsgarten Prachttomate wegen Kündigung eine Teilfläche räumen. Der verbleibende Bereich droht den Gärtnernden nun ebenfalls wegzubrechen. Damit werden fast sieben Jahre ökologische und soziokulturelle Stadtteilarbeit der Prachttomate zunichte gemacht. Obwohl der Bezirk über Zugriffsrechte im Rahmen des Sanierungsgebietes Karl-Marx-Straße verfügt, hat er sich gegen den Erwerb der Grundstücke ausgesprochen.

Berliner Gärten durch städtische Verwertungslogik bedroht

Seit vielen Jahren sind Urbane Gärten fester Bestandteil der Berliner Stadtkultur. Vom «Ausverkauf der Stadt» sind sie ebenso betroffen wie andere Freiräume. Neben der Prachttomate sind weitere Gärten bedroht. Eine neue Fläche für das Himmelbeet im Wedding ist nicht gesichert. Der Mietvertrag des Prinzessinnengarten läuft im nächsten Jahr aus.

Wir fangen schonmal an: Urbane Gärten als Räume gelebter Tranformation

Urbane Gärten verstehen sich als Akteur*innen der Stadtentwicklung «von unten». Privat- und staatlichem Eigentum setzen sie das Gemeingut entgegen. Mit Anwohnenden und anderen Interessierten werden grüne Freiräume entwickelt. Selbstbestimmt und in Gemeinschaft, für den Stadtteil und seine Menschen Sie zeigen, wie alternative und zukunftsorientierte Stadtentwicklung funktioniert – jenseits von Eigentumsbebauung, Flächenversiegelung und Verkauf an private Investor*innen. Sie sind Bestandteil der Kiez-Infrastruktur; dort lernen sich Nachbar*innen kennen und der – für Großstädte so mangelhafte wie wichtige – soziale Zusammenhalt entsteht auf organische Art und Weise durch das gemeinsame Tun. Nichtkommerzielle, selbstorganisierte Gärten sind Keimzellen und Reallabore der «grünen», «lebenswerten» und «zukunftsfähigen» Stadt. Sie geben konkrete Antworten auf einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie begegnen wir der Klimakrise? Wie können wir friedlich und solidarisch miteinander leben? Was ist postkapitalistischer Wohlstand?

Netzwerk Urbane Gärten Berlin fordert politische Anerkennung

Das Netzwerk Urbane Gärten Berlin fordert Politik und Stadtplanung auf, die Bedeutung von Gemeinschaftsgärten als Freiräume anzuerkennen, ihre Position zu stärken, sie ins Bau- und Planungsrecht zu integrieren und einen Paradigmenwechsel hin zu einer «gartengerechten» Stadt einzuleiten.

Die Stadt braucht ihre grünen Freiräume. Gerade jetzt.

 Das Netzwerk Urbane Gärten Berlin ruft zur Teilnahme an der Kundgebung «Berliner*innen Pflanzen! Grüne Freiräume erhalten» 18.11.2017, 14.00 Uhr, Rathaus Neukölln auf. Anschliessend Ausklang in der Prachttomate.

*Duch das Aufhängen einer Fahne zeigen sich solidarisch mit dem Gemeinschaftsgarten Prachttomate die Gemeinschaftsgärten Rosa Rose, himmelbeet, Prinzessinnengarten, Mörchenpark, Gemeinschaftsgarten am Stadtpark I, Glogauer13, KuBiZ Garten und Allmende-Kontor.

RADIOBEITRAG: Netzwerk Urbane Gärten im Interview bei FluxFM (14.11.17)

 https://soundcloud.com/user-902938866/netzwerk-urbane-garten-im-interview-bei-fluxfm-141117